Zu Beginn meiner Trainings frage ich gern "Haben Sie heute eine bestimmte Frage mitgebracht"? Womit ich dann rechne: "Wie isst man ein Amuse-Gueule?" oder "Wen begrüßt man zuerst?" Diese Frage einer Teilnehmerin in einem Unternehmenstraining in Gütersloh hat mich allerdings eiskalt erwischt: "Frau Steinkamp, bewerten und beurteilen Sie Menschen und ihr Verhalten eigentlich ständig oder machen Sie auch mal Pause?"
Früher war es einfach: Trafen sich Mann und Frau zum romantischen Essen, zahlte der Mann. Heute ist alles viel komplizierter. Aber wer oder was ist eigentlich Schuld an dieser Unsicherheit? So schön ein Date beim gemeinsamen Dinner oder so erfolgreich ein Geschäftstermin beim Lunch auch sein mag, wenn der Kellner die Rechnung bringt, kann der gute erste Eindruck auch schnell wieder verfliegen.

Bald ist sie da, die wunderbare Zeit des Schenkens. Päckchen mit schönen Schleifen, liebevoll geschmückte Präsente und herzliche Karten verteilen wir an unsere Lieben. Bei so viel Nächstenliebe kann ja gar nichts schiefgehen, könnte man meinen. Ganz im Gegenteil, lautet meine Antwort darauf. Denn Schenken hat nicht nur mit Zuneigung zu tun, sondern auch mit Höflichkeit, Respekt, Aufmerksamkeit und manchmal auch mit einer Pflicht.
Alle Jahre wieder ist es soweit: Die Chefetage lädt zur Weihnachtsfeier. So schön das ungezwungene Beisammensein fernab vom Arbeitsplatz auch sein mag, es lauern hier und da ein paar Fettnäpfchen. Wer den Kollegen oder gar Vorgesetzten am nächsten Morgen nicht voller Scham gegenüberstehen möchte, dem geben die folgenden Tipps ein wenig Sicherheit:

Was bedeutet es eigentlich, höflich zu sein? Und warum macht uns das zu einem „besseren“ Menschen? Knigge ist heute für uns das Synonym für Benimm und Etikette. Dabei würde sich Adolph Freiherr von Knigge wahrscheinlich im Grabe umdrehen, wenn er wüsste, dass er für uns heute der „Benimm-Onkel“ ist. Denn in seinem berühmten Werk „Über den Umgang mit Menschen“ (1788) geht es um etwas ganz anderes.
Die Möglichkeiten der Kommunikation sind heute unkompliziert, schnell und vielseitig. Analog oder digital, geschrieben oder gesprochen, am Arbeitsplatz oder unterwegs – wir sind nahezu pausenlos erreichbar. Damit sind wir einem ständigen Zeit- und Erfolgsdruck ausgesetzt, unter dem manchmal unser aufrichtiges Miteinander leidet. Den aufmerksamen Beobachter und regelmäßigen E-Mail-Schreiber wundert es da nicht, dass das höfliche Wort mehr und mehr in den Hintergrund gerät. Darum schreibe...

In diesen Wochen starten viele junge Schülerinnen und Schüler ihre Ausbildung. Plötzlich werden aus Mitschülern Kollegen, aus Lehrern werden Vorgesetzte und Chefs. Wie wird der erste Tag sein? Wie können Berufseinsteiger ihre anfängliche Unsicherheit in ein souveränes Auftreten verwandeln?
Kleidung beeinflusst den ersten Eindruck, den Sie auf Ihr Gegenüber machen, in hohem Maße. Ihre Kleidung verbindet Ihr Gegenüber – auch unbewusst – mit gewissen Charaktereigenschaften: eine saubere, akkurat sitzende Kleidung vermittelt eine ebensolche Arbeitsweise. Flecken, Löcher und abstehende Kragen lassen auf das Gegenteil schließen. Denken Sie bereits morgens daran, dass die Wahl Ihrer Kleidung Ihr Image den ganzen Tag nach außen trägt.

Image – was ist das überhaupt? Auf Marketing bezogen können wir es definieren als die Vorstellung, die jemand von einem Unternehmen hat. Es beschreibt also nicht, wie das Unternehmen tatsächlich ist, sondern einzig, wie es wirkt!
Immer wieder wird im Bereich des Marketing und der Werbung geraten, seinem Unternehmen „ein Gesicht“ zu geben. Und das bezieht sich nicht nur auf das Corporate Design der Geschäftsausstattung (das ohnehin Selbstverständlichkeit für jedes Unternehmen sein sollte), sondern kann auch wörtlich zu verstehen sein.