Neeeein Nö Nehein Ehm ... neeeiin? Nä! 5 x Nein. 5 verschiedene Botschaften. Mit demselben Wort würden wir hier verlegen, trotzig, genervt, ironisch und abfällig klingen. Aber nicht ein einziges Mal sachlich überzeugend. Ja-Sager sein ist da schon viel einfacher und unkomplizierter. „Ja“ sagen ist leicht, der Weg des geringsten Widerstandes und für die meisten ja auch irgendwie sympathischer. Beruflich genau wie privat befürchten wir doch, als faul abgestempelt zu werden. Oder als...

Günther Jauch und Oliver Pocher tun es ständig. Sie sind untereinander nicht Günni und Olli, sondern Herr Jauch und Herr Pocher. Trotzdem machen sie gemeinsam Schabernack, necken sich, lachen und sind sich irgendwie nahe. Dabei höflich und wertschätzend. Es geht also – sich nahe sein, obwohl man sich siezt. Und auch umgekehrt funktioniert es wunderbar: Wenn sich Günther und Thomas duzen, klingt das nicht weniger respektvoll als Herr Jauch und Herr Gottschalk. Du oder Sie – der Spagat...

Sie kennen sicher den Sketch von Loriot – Das Frühstücks-Ei. Da beschwert sich Loriot über das zu hart gekochte Ei und sagt „Berta – das Ei ist hart“. Und Berta antwortet sinngemäß „Zu viele Eier sind sowieso ungesund“. Die beiden sprechen dann noch eine Zeit lang aneinander vorbei und der Sketch endet in Mordgedanken. Hier den Sketch auf Youtube ansehen Was ist hier passiert? Ein klarer Fall von nicht funktionierender Kommunikation. Nun könnten wir weit ausholen in Sachen...

Zunächst: viel lieber nenne ich das „Benimm-Empfehlungen“. Schließlich geht es hier in erster Linie um einen Kompass im sozialen Miteinander, bei dem jede und jeder selbst entscheidet, wie sehr oder wie wenig sie oder er davon Gebrauch macht. Benimm-Empfehlungen helfen uns dabei, eine funktionierende Gesellschaft aufzubauen und zu erhalten. Knigge nannte das in seinem Buch bereits „sich in den Ton einer Gesellschaft einzufügen, ohne eigentümlich zu wirken“. Viele Situationen...

In unserem Alltag gibt es viele Gelegenheiten, sich zu bedanken. Aber kann das auch mal zu viel werden? Darf man ein "Danke" erwarten? Wie ist das privat, wie im Job? Die Thüringer Allgemeine hat mir drei Fragen dazu gestellt:

Zu Beginn meiner Trainings frage ich gern "Haben Sie heute eine bestimmte Frage mitgebracht"? Womit ich dann rechne: "Wie isst man ein Amuse-Gueule?" oder "Wen begrüßt man zuerst?" Diese Frage einer Teilnehmerin in einem Unternehmenstraining in Gütersloh hat mich allerdings eiskalt erwischt:

Früher war es einfach: Trafen sich Mann und Frau zum romantischen Essen, zahlte der Mann. Heute ist alles viel komplizierter. Aber wer oder was ist eigentlich Schuld an dieser Unsicherheit? So schön ein Date beim gemeinsamen Dinner oder so erfolgreich ein Geschäftstermin beim Lunch auch sein mag, wenn der Kellner die Rechnung bringt, kann der gute erste Eindruck auch schnell wieder verfliegen.

Bald ist sie da, die wunderbare Zeit des Schenkens. Päckchen mit schönen Schleifen, liebevoll geschmückte Präsente und herzliche Karten verteilen wir an unsere Lieben. Bei so viel Nächstenliebe kann ja gar nichts schiefgehen, könnte man meinen. Ganz im Gegenteil, lautet meine Antwort darauf. Denn Schenken hat nicht nur mit Zuneigung zu tun, sondern auch mit Höflichkeit, Respekt, Aufmerksamkeit und manchmal auch mit einer Pflicht.

Alle Jahre wieder ist es soweit: Die Chefetage lädt zur Weihnachtsfeier. So schön das ungezwungene Beisammensein fernab vom Arbeitsplatz auch sein mag, es lauern hier und da ein paar Fettnäpfchen. Wer den Kollegen oder gar Vorgesetzten am nächsten Morgen nicht voller Scham gegenüberstehen möchte, dem geben die folgenden Tipps ein wenig Sicherheit:

Was bedeutet es eigentlich, höflich zu sein? Und warum macht uns das zu einem „besseren“ Menschen? Knigge ist heute für uns das Synonym für Benimm und Etikette. Dabei würde sich Adolph Freiherr von Knigge wahrscheinlich im Grabe umdrehen, wenn er wüsste, dass er für uns heute der „Benimm-Onkel“ ist. Denn in seinem berühmten Werk „Über den Umgang mit Menschen“ (1788) geht es um etwas ganz anderes.

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